Ein wertvoller Blick in die Zukunft

Finanzminister Dr. Schäfer und Co-CIO Jabkowski ziehen ein Fazit zu ihrer Informationsreise ins Silicon Valley zu Digitalisierung und Startup-Förderung.

Reise Silicon Valley Finanzminister und CIO Amy Tong II

CIO Amy Tong (California Department of Technology) und Hessens Finanzminister und CIO Dr. Thomas Schäfer.
CIO Amy Tong (California Department of Technology) und Hessens Finanzminister und CIO Dr. Thomas Schäfer.

Ein wertvoller Blick in die Zukunft: nichts weniger ist ein Aufenthalt im Silicon Valley. Er zeigt, wie die Digitalisierung unser Leben weiter verändern wird. Wie immer mehr Lebensbereiche von digitaler Technik erfasst werden. Welchen Herausforderungen und Veränderungen Firmen sich stellen müssen, um weiter Erfolg zu haben. Natürlich birgt das auch Risiken und wirft viele neue Fragen auf. Vor allem aber bieten sich Chancen, die im Silicon Valley bereits von besonders vielen, auch deutschen Entwicklern und Unternehmen mit hoher Fachkenntnis beherzt ergriffen werden“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer nach Rückkehr von seiner Informationsreise nach San Francisco, ins Silicon Valley und in die kalifornische Hauptstadt Sacramento.  „Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Leidenschaft und Offenheit auch Deutsche, vom Start-Up bis zum etablierten Großkonzern, in diesem Labor der Zukunft zu Werke gehen.“

Finanzminister Schäfer ist zugleich Chief Information Officer (CIO) des Landes. Er wurde u.a. von Hessens Co-CIO, Roland Jabkowski, und Prof. Dietmar Harhoff, Direktor am Münchner Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb sowie Vorsitzender der Expertenkommission der Bundesregierung für Forschung und Innovation, begleitet. Die Delegation hat sich unter anderem die Forschungszentren von Continental und Samsung angeschaut, deutsche Startups der Digitalbranche kennengelernt und Gespräche mit Vertretern des Kasseler Unternehmens Dedrone, von Bosch, Bayer und ZF Friedrichshafen geführt. Diskussionen gab es etwa mit dem Chefökonom von Google, Hal Varian, auch über die Besteuerung der digitalen Wirtschaft, mit der deutschen Künstliche Intelligenz-Größe Richard Socher über gesellschaftliche Auswirkungen neuer Techniken und mit der weltweit renommierten deutschen Stanford-Professorin Barbara van Schewick über Fragen der Netzneutralität. Zudem standen Treffen mit der CIO des Staates Kalifornien, Amy Tong, und mit Joy Bonaguro, Chief Data Officer der Stadt San Francisco, auf dem Programm.

Professor Dietmar Harhoff war 2010 Gastprofessor in Stanford und ist einer der Mitgründer des German Accelerator – einer vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Einrichtung, die deutsche Gründer im Silicon Valley unterstützt. Harhoff ist regelmäßig vor Ort, um Innovationstrends frühzeitig kennenzulernen und zu diskutieren. Seine Sicht: "Das Silicon Valley ist nach wie vor die wichtigste Technologieregion der Welt. Wer als Politiker Innovationsprozesse gestalten will, muss dieses Ökosystem kennenlernen. Gerade für die Bewältigung der digitalen Transformation sind die dabei gewonnenen Einsichten unverzichtbar."

Finanzminister Schäfer: „Silicon Valley: Das ist ein nicht mehr nur ein Ort, sondern auch eine Geisteshaltung. Eine, die wir uns in Hessen und Deutschland auch in Teilen aneignen können, sollten und – wenn wir die Entwicklung der Welt weiter mitgestalten möchten – sogar müssen. Scheitern als Chance zu begreifen, sich und die eigenen Produkte selbstbewusst zu verkaufen, Mitarbeiter stärker am Unternehmen zu beteiligen: all das geht nicht nur an der San Francisco Bay, sondern auch an Rhein, Main, Fulda und Lahn“, sagte Schäfer. „Kluge Köpfe, exzellente Forschungsmöglichkeiten und eine weltweit geschätzte Ingenieurskunst haben wir. Dennoch gelingt es uns noch zu selten, diese PS auch auf die Straße, diese Fertigkeiten auf internationalem Niveau an die Kunden zu bringen. Das hat auch mit Geld zu tun. Die Startbedingungen für Gründer in Deutschland haben sich stark verbessert. Das wird auch in Kalifornien registriert. Wenn es aber darum geht, ein Produkt groß zu machen und dafür in weiteren Finanzierungsrunden von Startups Geld von Wagniskapitalgebern zu bekommen, fehlen in Deutschland Mittel und ein wenig auch der Mut, die vorhandenen Mittel einzusetzen.“

„Mit dem Futury Venture Fonds, in bundesweit einmaliger Weise gemeinsam vom Land Hessen und privaten Geldgebern aufgelegt, haben wir gerade die Finanzierungsmöglichkeiten für Startups zu Beginn ihrer Entwicklung weiter verbessert. Wenn sich dieses Modell bewährt, kann ich mir gut vorstellen, dass wir ihn – weiterhin zusammen mit privaten Partnern – deutlich ausbauen, um Gründer bei späteren Finanzierungsrunden zu unterstützen – damit gute Ideen nicht in Deutschland nur entstehen, dann aber in den USA umgesetzt werden“, sagte Finanzminister Schäfer. „Das ist eine von vielen Ideen, die ich aus dem Silicon Valley mitgebracht habe.“

„Während die digitale Wirtschaft im Silicon Valley schon ein gutes Stück voraus ist, kommt die Digitalisierung der Verwaltung dort in ähnlichem Tempo wie bei uns voran“, ergänzte Co-CIO Jabkowski. Der Österreicher hatte jahrelang die Digitalisierung der Verwaltung seines Heimatlandes mit verantwortet. „Die Gespräche mit Vertretern des Staates Kalifornien und der Stadt San Francisco haben gezeigt, dass wir oftmals vor den gleichen Herausforderungen stehen. Einige Lösungsansätze dort, Innovationen noch stärker als bisher in die Verwaltungen zu holen, werden wir auch für Hessen prüfen können.“ 

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