IT-Kompetenz für Hessen

Neuer dualer Studienschwerpunkt Verwaltungsinformatik: Hochschule RheinMain und Hessische Zentrale für Datenverarbeitung bilden zusammen IT-Nachwuchs aus.

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Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung HZD Hochschule RheinMain
Sie stellten heute beim Infotag der Hochschule RheinMain in Wiesbaden das neue Ausbildungsangebot für Hessens IT-Nachwuchs vor (v.r.n.l.): Hessens Co-CIO Roland Jabkowski, der Direktor der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung, Joachim Kaiser, und der

IT-Kompetenz für Hessen: Ab Oktober arbeiten daran bis zu 25 Studierende ganz praktisch in der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) oder anderen Dienststellen des Landes und zugleich wissenschaftlich an der Hochschule RheinMain. Sie können den neuen Studienschwerpunkt Verwaltungsinformatik/eGovernment im dualen Studiengang Wirtschaftsinformatik in Wiesbaden belegen. Noch mehr IT-Kompetenz für Hessen ist das Ziel, schließlich ist auch die öffentliche Verwaltung immer stärker auf gut ausgebildetes IT-Personal angewiesen. Was liegt da näher, als sich selber noch stärker in der Ausbildung zu engagieren.

Hessens Co-Chief Information Officer (Co-CIO), Roland Jabkowski, der Direktor der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung, Joachim Kaiser, und der Präsident der Hochschule RheinMain, Prof. Dr. Detlev Reymann, stellten das neue Angebot heute beim Infotag zu den dualen Studienangeboten der Hochschule RheinMain vor. Dabei wurde auch der entsprechende Kooperationsvertrag unterzeichnet. 

Das praxisintegrierte Studium soll den Studierenden die Möglichkeit bieten, parallel neben dem Hochschulabschluss „Bachelor of Science“ in Informatik in der HZD berufsspezifische Praxiserfahrung zu sammeln. Dafür durchlaufen die Studierenden zum einen eine wissenschaftsbezogene Ausbildung und absolvieren zum anderen eine praxisbezogene Tätigkeit, wobei Theorie und Praxis eng miteinander verknüpft werden sollen.

Hessens Co-CIO, Roland Jabkowski, betonte: „Hessen wird von Tag zu Tag digitaler. Wir möchten den Hessinnen und Hessen und unserer Wirtschaft immer mehr Dienstleistungen auch online anbieten. Dafür benötigen wir zukünftig noch mehr gut ausgebildete Experten, die Informatik und Verwaltung verstehen, die beides zusammenbringen. Weil hier Land und Hochschule zusammen einbringen, wovon sie viel verstehen, ist dieser praxisorientierte Studiengang ein spannendes und attraktives Angebot für Studierende. Ich freue mich auf die ersten Praxistage bei uns in der HZD, auf die Studentinnen und Studenten und auf ihre Ideen, die sie mit zu uns bringen. Hessen ist ein führendes Land in der digitalen Verwaltung. Projekte wie dieses sollen dafür sorgen, dass das auch so bleibt.“

Joachim Kaiser, Direktor der HZD, ergänzte: „Die Landesverwaltung Hessen hat einen hohen Bedarf an Nachwuchskräften im Bereich Informatik und Verwaltung, mit einem eigenen, unabhängigen Knowhow zur Steuerung und Gestaltung der Digitalisierung und des IT-Managements.  Als zentraler IT-Dienstleiter für die hessische Landesverwaltung hat die HZD gleichsam ein natürliches Interesse an der Gewinnung entsprechend geeigneten Fachnachwuchses. Ich freue mich sehr, dass die HZD durch die nun eingegangene Kooperation eine wichtige Rolle bei der bedarfsorientierten Qualifizierung künftiger hessischer Hochschulabsolventinnen und -absolventen für den Bereich IT spielen wird.“

Die Erweiterung des bestehenden dualen Studiengangs Wirtschaftsinformatik zielt auf diesen Bedarf der hessischen Verwaltung ab. „In den Gesprächen mit der HZD haben wir festgestellt, dass der bestehende duale Studiengang Wirtschaftsinformatik als Basis für eine Kooperation sehr gut geeignet ist. Durch ein Angebot von Wahlpflichtfächern, die speziell den Bedarf an Themen der Verwaltung abdecken, ist es möglich, diesen um einen Schwerpunkt Verwaltungsinformatik zu erweitern und in Kooperation mit der Landesverwaltung Hessen am Standort Wiesbaden anzubieten“, so Prof. Dr. Detlev Reymann, Präsident der Hochschule RheinMain.

IT-Kompetenz für Hessen

Das duale Studium der Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Verwaltungsinformatik qualifiziert für eine anspruchsvolle Tätigkeit als Wirtschaftsinformatikerin und Wirtschaftsinformatiker insbesondere in der Verwaltung, aber auch in Wirtschaft, Industrie, Handel und Dienstleistung. Zukünftige Absolventinnen und Absolventen verfügen über ein breites und integriertes Wissen sowie ein kritisches Verständnis  der grundlegenden Theorien, Prinzipien und Methoden der Fachgebiete Informatik, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik. Im Schwerpunkt Verwaltungsinformatik erweitern die Studierenden in der Regelstudienzeit von sieben Semestern ihre Kenntnisse über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Strukturen und die Prozesse einer Verwaltung.

Weil die Absolventinnen und Absolventen mit den aktuell in der Landesverwaltung eingesetzten IT-Tools arbeiten, können sie diese in der Praxis für konkrete Problemstellungen anwenden und anpassen. Sie verfügen außerdem über eGovernment-Kompetenzen und sind so in der Lage, eGovernment-Lösungen erfolgreich zu konzipieren, anzuwenden und zu steuern.

Zielgruppen und Studienablauf

Der neue Studienschwerpunkt Verwaltungsinformatik richtet sich an qualifizierte Hochschulzugangsberechtigte mit Wunsch nach enger Praxisverzahnung und einer Berufsperspektive in der hessischen Landesverwaltung bei entsprechender Vergütung und internen Aufstiegschancen. Die praktische Ausbildung soll für alle dual Studierenden in der Hessischen Zentrale für Datenverarbeitung stattfinden. Für die Praxisphasen in der vorlesungsfreien Zeit und für den wöchentlichen Praxistag während der Vorlesungszeit gibt es einen festgelegten Ausbildungsplan seitens der HZD, der sowohl den Ansprüchen der Kooperationsvereinbarung genügt als auch den Inhalten, die dem Berufsbild des Fachinformatikers entsprechen.

Die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung

Die HZD ist einer der führenden IT-Dienstleister in Deutschland. Sie unterstützt als Landesbetrieb die hessische Landesverwaltung in der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie. An zwei Standorten – in Wiesbaden und Hünfeld – erarbeiten über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innovative, qualitativ hochwertige, zuverlässige und wettbewerbsfähige IT-Lösungen für die moderne Verwaltung.

Die Hochschule RheinMain

Über 70 Studienangebote an zwei Studienorten mit einem internationalen Netzwerk – das ist die Hochschule RheinMain. Mehr als 13.000 Studierende lernen an den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen, Design Informatik Medien, Sozialwesen und Wiesbaden Business School in Wiesbaden sowie am Fachbereich Ingenieurwissenschaften in Rüsselsheim. 

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