Green IT

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Blockheizkraftwerk auf dem Dach des HZD-Haupthauses in Wiesbaden.
Blockheizkraftwerk auf dem Dach des HZD-Haupthauses in Wiesbaden.

Die HZD verpflichtet sich den Grundsätzen von Green-IT. Sie hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, um die Informations- und Kommunikations­technologie für das Land Hessen ressourcen- und umweltschonend zu gestalten. Dabei hat die HZD den gesamten Lebenszyklus der IT im Blick: von der Beschaffung über den Betrieb bis zur Entsorgung. Als Strom-Großverbraucher bezieht sie ausschließlich Strom, der aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird. Diese Politik soll in den kommenden Jahren konsequent fortgesetzt werden.

 

Umwelt- und ressourcenschonende Kriterien für Beschaffung und Entsorgung

Die HZD ist zentrale IT-Beschaffungsstelle des Landes Hessen. Bei ihren Aus­schreibungen achtet sie darauf, dass strenge wirtschaftliche und ökologische Kriterien eingehalten werden. Detaillierte vertragliche  Bestimmungen mit den Lieferanten gewährleisten die Einhaltung der EU-Richtlinien zu Sicherheit und Umwelt­verträglichkeit bei Herstellung und Betrieb der Geräte. Ein weiterer Bestandteil einer jeden Hardware-Beschaffung ist die Sicherstellung der fachgerechten Entsorgung nach Ende der Betriebslaufzeit durch den jeweiligen Lieferanten.

 

Modernes, energieeffizientes Rechenzentrum in Mainz

Seit März 2012 betreibt die HZD in Mainz ein auf dem neusten Standard gebautes Rechenzentrum. Rund 800 m2 bieten ausreichend Raum für Komponenten wie Server, Speichersysteme, Bandrobotern oder Netzkomponenten. Im Endausbau erreicht das RZ einen PuE-Wert von 1,3 und liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von ca. 2. PuE steht für „Power Usage Effectiveness“ und stellt das Verhältnis der im Rechenzentrum bereitgestellten Gesamtenergie zu der der für die IT-Systeme genutzten Energie dar. Je stärker sich der Wert dem Faktor eins nähert, desto energieeffizienter wird das Rechenzentrum bewertet. In Mainz sorgen u.a. moderne Techniken wie „Free Cooling“, Kalt-Warmgänge, Kühlmittel­reservoire und eine moderne Stromversorgung für die gute Energieeffizienz.

 

Sanierung Rechenzentrum Wiesbaden

Das Rechenzentrum in Wiesbaden ist unter energetischen Gesichtspunkten sanierungs­­bedürftig. Räume, Klimatisierung und Infrastruktur entsprechen nicht mehr den aktuellen Standards. Der PuE-Wert liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Daher ist eine umfangreiche Sanierung der Wiesbadener Rechenzentrumsräume bis Ende 2017 geplant. Hierdurch wird eine jährliche Kostenersparnis zwischen 500.000 bis 600.000 Euro sowie eine CO2-Reduktion von rund 2.900 t pro Jahr erwartet.

 

Server-Virtualisierung

Die wichtigste technische Neuerung in der Rechenzentrumsinfrastruktur der ver­gangenen Jahre ist die Entwicklung der Server-Virtualisierung. An dieser Entwicklung hat die HZD frühzeitig partizipiert. Mittlerweile betreibt sie über 1.000 virtuelle Maschinen auf ihrer zentralen Virtualisierungsplattform. Mit dieser Maßnahme wird ein wesentlicher Kostentreiber der IT-Infrastruktur, die Reinvestition in physische Server, massiv gesenkt. Die Reduzierung physischer Server hat zur Folge, dass auch die Kosten bei Investitionen in Netzwerkkomponenten sowie Strom- und Klimaverbräuche sinken.

 

Zentrale Storagesysteme

Mit der Ablage von Daten auf den zentralen Storagesystemen werden gleichzeitig Komprimierungs- als auch Deduplizierungverfahren eingesetzt. Zielrichtung ist, dass Dateien nur jeweils einmal abgelegt werden, selbst wenn mehrere Anwender diese in ihren Verzeichnissen unabhängig speichern. Dies reduziert neben Investitionskosten auch Speicherplatz, somit die Anzahl betriebener Festplatten, und damit den Stromverbrauch.

 

Parallel wird der Einsatz von Solid State Festplatten (SSD) für den produktiven Einsatz getestet. Diese Technologie reduziert weiterhin bisher benötigte Energie.

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