Standardisierung

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Serverschränke im Rechenzentrum der HZD.
Serverschränke im Rechenzentrum der HZD.

Die Standards1 innerhalb der hessischen Landesverwaltung sollen den Einsatz der Informationstechnologie wirtschaftlicher machen. Die verbesserte Wirtschaftlichkeit kann sich entweder aus geringeren Kosten bei der Entwicklung einer Anwendung oder eines IT-Verfahrens ergeben oder aus einer schnelleren Bereitstellung der Systeme. Im Idealfall wird eine Kombination beider Effekte erreicht.

 

Führt die Standardisierung zu einem definierten Portfolio von Technologien, Produkten, Komponenten oder auch der Festlegung von Regelwerken (Prinzipien, Best Practices, Prozessen), können folgende Faktoren die Wirtschaftlichkeit steigern:

  • Verbesserung der Einkaufbedingungen durch planbare Beschaffung von einem oder wenigen Produkten für eine bestimmte Aufgabenstellung (Senkung der Einkaufskosten)
  • Gezielter Kompetenzaufbau und Einsatz bei Entwicklern und dem Betrieb für bestimmte Produkte und Technologien (Verringerung der Entwicklungskosten und -dauer)
  • Bessere Verfügbarkeit von Kompetenzen und Ressourcen am freien Markt beim Einsatz von standardisierten Technologien und Produkten. Dies trifft ins-besondere zu, wenn sich der im Unternehmen festgelegte Standard an einem verbreiteten Industriestandard orientiert (Quasi-Standard).
  • Verbesserung der Qualität bei der Erstellung von Systemen oder dem laufen-den Betrieb durch die Festlegung von Entwicklungs-, Dokumentations- und Prozessstandards (ITIL , COBIT, …).
  • Verbesserung der IT-Sicherheit durch Definition von Standards, Prozessen und dem Aufbau von Sicherheitsinfrastrukturen. Dies führt zu einer Verringerung von Ausfällen und hohen Administrationsaufwänden sowie zur Begrenzung des wirtschaftlichen- und Image-Schadens beim Auftreten von sicherheitskritischen Lücken.

 

Zur Verbesserung der Standardisierung in der IKT des Landes Hessen wird kurzfristig ein Programm „IT-Architekturmanagement Hessen“ etabliert, dass unter Nutzung vorhandener Organisations- und Gremienstrukturen Vorschläge zu Standardisierungs-objekten erarbeitet und diese als Beschlussvorschläge den entsprechenden Gremien vorlegt. Hierbei wird auch geprüft, ob ein Standardisierungsobjekt Teil des HessenPC wird.
 

Standardisierung in der IKT und somit eine gezielte Steuerung der Weiterentwicklung lässt sich nur durchführen, wenn bekannt ist, welche Komponenten (gekaufte Soft- und Hardware, selbst erstellte oder beauftragte Verfahren usw.) in der hessischen Landesverwaltung im Einsatz sind. Hierfür wurde mit der Einführung des IT-Portfolios die Grundlage geschaffen. Jedoch ist dies bislang lediglich eine Auflistung der bereits im Betrieb oder der Projektphase befindlichen Komponenten. Zwar können auf Basis dieser Informationen z.B. initiativen zur Konsolidierung und Harmonisierung der technischen Infrastruktur initiiert werden, jedoch ist eine proaktive frühzeitige Steuerung der Vorhaben nicht möglich. Aus diesem Grund sollen Prozesse für das IT-Portfolio erarbeitet werden, die schon in den Planungsprozess eines Vorhabens eingreifen und somit eine proaktive Steuerung ermöglichen. Der Weg vom reaktiven IT-Portfolio (Status Quo) zum IT-Portfoliomanagement soll kurzfristig begonnen und abgeschlossen werden.

 

1 Ein Standard ist ein einheitliches oder vereinheitlichtes Objekt in der Informationstechnologie. Ein Objekt kann hierbei ein Regelwerk, Verfahren, System oder eine Komponente u.ä. sein.

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