Standardisierungserlass

2017 hat die hessische Landesregierung mit dem Standardisierungserlass ein formelles Verfahren beschlossen, über das IT-Standards innerhalb der Landesverwaltung verbindlich beschlossen werden können.

Der Standardisierungserlass definiert einen durchgängigen Lebenszyklus definiert (Siehe Abbildung), mit dem Standards angefangen von Ihrer initialen Konzeption bis hin Ihrer Terminierung aufgrund technischer oder fachlicher Veränderungen gemanaged und dokumentiert werden könnten. Dies prozessual definierte Lebenszyklus gewährleistet eine durchgängige Transparenz und sorgt dafür, dass die beschlossenen Standards stets den Anforderungen der Landesverwaltung entsprechen.

Standardisierungsprozess
Abbildung zum Standardisierungsprozess.

Neben dem Lebenszyklus wird zudem durch den Standardisierungserlass ein Prozess definiert (Siehe Abbildung), der im Detail die einzelnen Schritte festlegt, wie Vorschläge für Standards eingebracht, geprüft und letztendlich durch die im Land vorhanden Gremien beschlossen werden. Damit ist der Standardisierungserlass als einer der zentralen Bausteine in der hessischen IT-Governance zu sehen, um das IT-Management in der Landesverwaltung weiter zu professionalisieren.

Standardisierungsprozess
Abbildung zum Standardisierungsprozess

Standardisierung

Zum besseren Management der Informationstechnologie und für einen effizienten und effektiven Einsatz der IT innerhalb der hessischen Landesregierung wurde bereits vor mehreren Jahren ein zentrales IT-Architekturmanagement etabliert.

Das zentrale IT- Architekturmanagement koordiniert die Verabschiedung, Dokumentation und Fortschreibung von Standards. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass Synergien – zum Beispiel bei der Wiederverwendung vorhandener Komponenten, Anwendungen, Werkzeuge und Systeme – genutzt sowie strategische Vorgaben und definierte Standards eingehalten werden.

Im Juli 2017 wurde ein zentraler Standardisierungserlass mit einer verbindlichen Definition von IT-Standards veröffentlicht. Mit diesem Erlass wurde auch eine Liste der IT-Standards verabschiedet. 

Durch die kontinuierliche Fortsetzung der Standardisierung werden im Idealfall die folgenden Effekte erzielt:

  • Verbesserung der Einkaufskonditionen
  • Gezielter Kompetenzaufbau und Einsatz sowie geringere Kosten bei Entwicklung und Betrieb
  • Bessere Verfügbarkeit von Kompetenzen und Ressourcen am Markt insbesondere bei verbreiteten Industriestandards (Quasistandard)
  • Qualitätssteigerung durch Entwicklungs-, Dokumentations- und Prozessstandards (ITIL, COBIT, etc.)
  • Verbesserung der Informationssicherheit und Senkung von Ausfallzeiten
  • Die Standardisierung zahlt sich mit steigender Anzahl der Nutzer immer deutlicher aus. Daher muss eine landesweite Standardisierung, die möglichst alle Computerarbeitsplätze und die hierauf installierten Querschnittsanwendungen betrifft, das Ziel sein.

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