Hessisches BAföG und AFBG Verfahren

In Hessen wurden im Jahr 2013 rund 65.000 Studierende und Schüler nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) mit zusammen etwa 225 Millionen Euro gefördert. Davon wurden 138 Millionen Euro in Form von Zuschüssen und 87 Millionen Euro in Form von Darlehen gewährt. Hinzu kamen etwa 8.100 Förderungen nach dem Gesetz zur Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung (AFBG, sogenanntes „Meister-BAföG“)  in Höhe von insgesamt 29 Millionen Euro, wovon zirka zwei Drittel als Darlehen vergeben wurden.

 

Die Antragsbearbeitung erfolgt in den fünf hessischen Studentenwerken und 26 kommunalen BAföG-Ämtern der hessischen Landkreise und kreisfreien Städte.

 

Mit der Einführung ist die Grundlage für eine durchgängige elektronische Bearbeitung von Anträgen und deren Bescheidung mit dessen medienbruchfreier Archivierung geschaffen worden. In den Ämtern für Ausbildungsförderung werden alle Prozesse zur Antragstellung einschließlich Berechnung, Bescheide-Erstellung, Zahlung und Rück­forderung inklusive Forderungsverwaltung für die Förderung von Schülern und Studierenden (BAföG) sowie des beruflichen Aufstiegs (AFBG) durchgeführt.

 

Zeitgleich mit der Einführung wurde unter www.bafög-hessen.de die Möglich­keit einer Online-Beantragung mit Plausibilisierung direkt bei der Eingabe geschaffen. Hessen bot dabei als erstes Bundesland die Möglichkeit, auf einer zentralen Plattform im Internet Mittel der Ausbildungsförderung für BAföG und AFBG zu beantragen. Die Daten werden in den Ämtern zur weiteren Bearbeitung direkt aus den Online-Antragsformularen übernommen. Antragstellende können jederzeit und mehrfach den Status der Bearbeitung online abfragen.

 

Im Februar 2014 hat Hessen dieses Online-Angebot um die Möglichkeit erweitert, auch erforderliche Antragsunterlagen (Steuerbescheid der Eltern, Schulbescheinigungen von Geschwistern u. ä.) online in einen gesicherten Bereich hochzuladen und dort direkt an das für die Antragsbearbeitung zuständige Amt zu übermitteln. Der Status der Bearbeitung kann dabei, wie schon beim Antrag selbst, von den Antragstellenden ebenfalls online abgefragt werden.

 

Mit der funktionalen Erweiterung des hessischen „BAföG-Online“ Portals um eine „Dokumenten-Upload-Möglichkeit“ verfolgt das Land Hessen das Ziel, die elektro­nische Antragstellung auszubauen und damit den Arbeitsaufwand bei der Bearbeitung von BAföG-Anträgen weiter zu reduzieren und insgesamt eine Reduktion der Bearbeitungszeit zu erwirken. Voraussetzung hierfür ist die Steigerung der Qualität eingereichter Anträge infolge einer elektronischen Plausibilitäts- und Vollständigkeits­prüfung bei der Online-Antragstellung, die zeitintensive Rückfragen vermindert, sowie die elektronische Zustellung und Zuordnung der sonstigen einzureichenden Dokumente, die den Weg über die Poststelle ablöst und somit die Bearbeitungszeiten weiter verkürzt. Dies hat eine schnellere Auszahlung von Förderungsleistungen an den Antragstellenden zur Folge.

 

Es ist geplant, die Online-Antragsmöglichkeit im BAföG und AFBG um die sogenannte „eID-Funktion“ (Authentisierung mittels des neuen Personalausweises) weiter auszubauen.

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