Erster Messetag - Eröffnungstag

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D!conomy, Dinosaurier und Digitalisierung aus allen Rohren

- Die CeBIT öffnet ihre Pforten, mit bewährtem Motto und neuen Ideen. Mittendrin: das digitale Hessen -

 

Künstliche Intelligenz, selbstfahrende Autos, Schokoriegel aus dem 3D-Drucker oder implantierte Chips als Türöffner. Die Möglichkeiten werden Legion, die Vernetzung von Industrie, Verwaltung, Behörden und Gesellschaft nimmt rasante Geschwindigkeit auf. Anders formuliert: Alles wird digital. Keine Dienstleistung, kein Prozess bleibt analog. Und: „Die digitale Revolution lässt sich an kaum einem Ort besser erleben als auf dem bedeutendsten Markplatz der digitalen Welt: auf der CeBIT. Hier finden Konzerne, Mittelständler und Start-ups aus über 70 Ländern eine einzigartige Plattform, um sich als Treiber neuer Trends zu präsentieren.“

 

„Rohstoffe des 21. Jahrhunderts“

Dieses Zitat schafft es auf den Punkt. Es stammt, mal wieder, von Bundeskanzlerin Merkel, die ihr obligatorisches Grußwort bereits im Februar gepostet hatte, um das diesjährige Partnerland Schweiz mitsamt seinen rund 60 Unternehmen auf der CeBIT eidgenössisch pünktlich willkommen zu heißen. Zuvor hatte sie mit Blick auf das übergroße Thema „Big Data“ schon die deutschen Firmen ermahnt, ihre digitalen Technologien zu modernisieren - Daten seien schließlich die „Rohstoffe des 21. Jahrhunderts“. Und sie scheinen auch virtuell Realitäten zu schaffen: So wird etwa das Gerippe von T-Rex, sonst im Naturkunde-Museum Berlin zu Hause, in Hannover digital durch´s Gelände trampeln. Jurassic Park reloaded, oder so.

 

„join - create - succeed“

Auf jeden Fall aber Daten & Digitalisierung: Die CeBIT, die längst keine Computermesse mehr, sondern branchenübergreifende Technologie- und Businessplattform ist, bliebt dem Mega-Trend auch heuer treu. Nicht umsonst zitiert das 2016-er Motto das letztjährige: „D!conomy“, ein Kunstwort („digital“ und „economy“), dem nun noch die Slogan-Dreifaltigkeit „join - create - succeed“ angehängt wurde. Will bedeuten: Nach der ersten Digitalisierungswelle in Konzernen sollen auch kleinere und mittlere Unternehmen neue Wege gehen, ihre Firmen effizienter, zukunftsfähiger, wettbewerbsresistenter machen - der Mensch soll als Entscheider/Gestalter der digitalen Transformation in den Fokus rücken.

 

Hessens Masterplan steht - und liegt voll im Trend

Die „Digitale Verwaltung Hessen 2020“, eine Art umfassender Masterplan für das digitale Verwaltungshandeln und die zentrale hessische IT-/E-Governement-Strategie der kommenden Jahre, passt also bestens zum CeBIT-Topthema. Hessen, Vorreiter in vielen Bereichen des E-Governments, zeigt gemeinsam mit seinen Partnern in Halle 7, Stand D40, wieder einmal eine ganze Palette an Instrumentarien - von der „next generation“ des HessenPC 3.0 über Bürger-/Unternehmensservices und föderiertes Identitätsmanagement bis hin zu E-Justice-Projekten wie e2T (ergonomisch-elektronische Texterstellungs-Anwendung) und e2P (effizienter elektronischer Postein-/ausgang).

 

Huch, da ist ja Roland Koch

Zum Messestart am Montag, üblicherweise eher ein ruhiger Tag zum Eingrooven, war denn am Hessen-Raumschiff schon reger Besuch zu vermelden. Prominenter Überraschungsgast: Ex-Landesvater Roland Koch schaute mal bei der „Landesplanung in Hessen“ vorbei, um sich über das modernisierte, mit einem integrierten Kartenviewer ausgestattete Online-Portal zu informieren, in dem die textlichen/kartografischen Inhalte der Landes-/Regionalplanung anschaulich präsentiert werden. Umgeschaut hat sich auch Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty. Und zwar sehr intensiv beim e2P, dem im länderübergreifenden e2-Verbund entwickelten elektronischen Kommunikationssystem für das Rechtswesen, wo inzwischen im wahrsten Wortsinn die Post digital ab-/eingeht.